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Parzeller / auf der Suche nach den Leisten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ronald Woelfel   
Dienstag, 10 Oktober 2006

Es gibt zumindest im deutschen Sprachgebrauch die Redewendung: Schuster bleib bei deinem Leisten. Diese meint, den Realitätssinn zu wahren und sich nicht in utopische Vorstellungen zu verstricken. Weiterhin ist sie auch eine Ermahnung, die Grenzen der eigenen Fachkompetenz zu respektieren und nicht über Dinge zu urteilen, von welchen man nichts versteht. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Leisten)

Was das mit Fulda zu tun hat? Die Fuldaer Freiheit berichtet über Pläne des Verlages Parzeller, sich als Postzustellungsdienst zu versuchen und beruft sich dabei auf das Fulda Wiki .
Wer und was braut sich da zusammen??? 

"Post" ist noch immer mit Zuverlässigkeit und Briefgeheimnis assoziiert. Parzeller ist angeblich "genial lokal", meistens aber nur lokal.

Es droht die Gefahr, dass sich nun die Nachteile von Post und Parzeller (z.B. in Pozeller) vereinen. Hoffen kann man nur, dass Parzeller sich diesen Schuh nicht anzieht. Oder um mit Christian Friedrich Hebbel zu "sprechen": "Es gibt Leute, denen man, wenn sie den einen Stiefel schon anhaben, nicht unbedingt zutrauen darf, daß sie auch den zweiten anziehen werden." (http://de.wikiquote.org/wiki/Stiefel)


Andererseits ist man in anderen Städten diesen Schritt schon gegangen, z.B. gibt es in Giessen bereits die HNA Post Logistik.

Bleib auf Deiner Parzelle Parzeller
, möchte man zurufen, doch wo liegt die eigentlich?
Laut Firmenpräsenz sind dies Versand/Logistik, Prepress, Press und Postpress und natürlich auch neue Medien, wozu laut www.parzeller.de auch WebDesign, also Java-, Flash und HTML-Programmierung gehört.

Doch nur weil keiner genau weiß,  worin die eigentliche Fachkompetenz dieses Verlagshauses liegt, sollte sich die Firma noch lange nicht alles "leisten" können.

Kommentar(e)
Kassel, Kassel nicht Giessen
Geschrieben von Gast am 2006-10-10 14:35:37
und es reicht schon durch Kooperationen von Göttingen bis nach Bad Hersfeld reich die HNA Postlogistik. 
 
Parstzoller sollte das Kerngeschäft verbessern. Da scheint Handlungsbedarf zu bestehen. 
 
Aber die Postler sollten sich nicht beschweren, wenn der Wettbewerb kommt. Die DHLer haben die Post schon zu spühren bekommen als die Post AG DHL kaufte. Vorher war man Wettbewerber und die Post der schäftste Wettbewerber, mit dem auch immer vor Gericht zu gange war. 
Wenn Postler nun über die anstehende Freigabe des Wettbewerbs weinen, denke man einfach an die entlassenen Kollegen bei DHL Worldwide Express.... 
(einer Firma, wo ich die spannendste berufl. Zeit meines Lebens (bisher) verbrachte, und, ähäm, wo ich meine Frau kennen lernte. Richtig, ich arbeitete da auch, im GHQ in der IT, wechselte aber zufällig genau dann, als die Post DHL kaufte. Daher verstehe ich das Geweine der Postler nicht...) 
 
Parzeller hat aber andere Probleme : 
- Berichterstattung 
- Rechtschreibung (die sind Profis, die müssen das können) 
- Sinnkontrolle 
- Abschreibkontrolle 
- Rote-Augen-Kontrolle 
- Jahrhunderkontrolle (Jahr 106, bis heute nicht korrigiert) 
- unangezeigte nachträgliche Sinnänderungen in der Onlineausgabe  
- u.v.m. 
 
Briefe vom Postarzller ? Nö, nee, nicht wirklich. 
Aber, wetten, die Stadt Fulda wird einen Teil des Postversandes dann Parzeller zuschanzen ? 
 
Gruss Frank
Aufzählung von Problemen
Geschrieben von Ronald am 2006-10-10 17:00:06
Hallo Frank, 
 
danke für den Hinweis... 
 
Die Liste der Probleme könnte ich jetzt um einen Punkt erweitern, aber das fände Parzeller sicherlich nicht nett.  
 
Ich denke morgen oder übermorgen gibts dazu höchstwahrscheinlich hier einen Beitrag :) 
Gruß 
Ronald 
Parzeller, Unterstützung entziehen
Geschrieben von Gast am 2006-10-11 16:02:24
Wir leben nun mal in der Marktwirtschaft und im Kapitalismus. Die Nachfrage regelt das Angebot. Für mich war die Konsequenz aus dem Wechsel des Chefredakteures von Parzellers von Herrn Herrchen zu dem Seggewiss der Punkt, das Abonnement zu kündigen. Den Kurs den Parzeller fährt unterstütze ich somit nicht mehr. Aber eine Fuldaer Volkszeitung ist nötiger denn je. Vielleicht finden sich Mutige diese wieder aufleben zu lassen. Die Zeit ist reif dafür. 
 
Gast

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