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Schulserver Hessen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ronald Woelfel   
Samstag, 07 Oktober 2006

Im voraus muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich den folgenden Beitrag unter "Netzkultur" eingeordnet habe. Da es auch Unrechtsstaaten zu geben scheint (vgl. Tag der deutschen Kleinheit II ), müsste es auch das Wort "Netzunkultur" geben, welches hier wohl passender wäre.

Im Fulda Wiki bin ich soeben auf der Schulen-(Fulda)-Seite auf den Schulserver Hessen gestoßen. Dort bekommen die staatlich anerkannten hessischen Schulen kostenlos Webspace zur Verfügung. Hessische Schulen können sich u.a. also dort präsentieren. 

Zur Anmeldung muss die Schule eine Nutzungsvereinbarung akzeptieren, erst dann erhält sie ihr Zugangspasswort. Im Abschnitt "Inhalt" ist zum Passwort folgendes zu finden:

Der Nutzer verplichtet sich, das Kennwort der Zugangskennung sorgfältig aufzubewahren und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Eine Weitergabe des Kennworts an Schülerinnen und Schüler ist nicht statthaft.

Das überrascht nicht weiter, doch unter "Leistungsumfang" ist dort zu lesen:

Der Telnet-Zugang dient ausschließlich zur Änderung des Kennworts.

Beim technisch versierten Leser ist zu vermuten, dass er beim Lesen dieses Satzes schon in schallendes Gelächter ausgebrochen ist.  Deshalb an die Nichttechniker: Telnet ist ein Protokoll, das seit etwa 10 Jahren aufgrund der großen Unsicherheit im Internet keine Rolle mehr spielt. Benutzt man Telnet zur Passwortänderung, was beim Schulserver-Projekt offenbar vorgegeben wird, ist das so, als würde man den Wohnungschlüssel unter den Fußabtreter legen und mit einem Zettel an der Klingel darauf hinweisen. Zumindest gilt der letzte Satz schulintern, d.h. jeder versierte Schüler kann mit vertretbarem Aufwand in vielen Schulen an das Passwort gelangen.

 

Kommentar(e)
naja,
Geschrieben von Gast am 2006-10-08 02:15:19
dafür sammeln schulen wir die Astrid-Lindgren-Schule ganz fleissig Sondermüll in Form von leeren Tintendruckerpatronen und Laserkartuschen. 
damit hörts dann auch auf. 
 
klar, diese schule hat eine email.adresse, super, besser ist es anzurufen, dass klappt dann wenigstens. 
(die email - adresse der als findet sich gar beim hess. schulserver). 
dazu passt : 
heise 
 
die lehrkraft ist eben dann und wann auch eine lehrschlaff... 
 
allerdings : ich warte nur darauf das einer der Superpädagogen diese Schwachheiten mit Weizenbaum oder gar Negroponte entschuldigen. 
Aber,da werde ich lange warten müssen, die Gefahr besteht nicht. 
 
Hey, Ronald, dass nutzt niemand. so schlimm das ist oder scheinen mag, wen juckts ? 
 
Wenn Schulen oft mit Rechnern anfangen, dann mit einer kostenfreien Marketingaktion für Kleinweich. 
Wer will das schon ? 
 
Oft sind es dann die Schüler, die dann die Website der Schule auf Vordermann bringen. 
Mit der Duldung nicht ganz abgesackter Lehrkräfte. 
 
Gruss Frank
Technologie faengt in Hessen erst nach d
Geschrieben von Gast am 2006-10-09 09:40:34
Ein Schulserver-System, welches "nur" 10 Jahre hinterher hinkt ist ein echter Fortschritt :(
Lehrschlaff, Kleinweich
Geschrieben von Ronald am 2006-10-10 03:13:10
Hallo Frank, 
 
hast Du für Begriffe wie Lehrschlaff und Kleinweich eigentlich ein Nachschlagewerk? ;) 
 
Zum Einsatz von PCs in der Schule: Die (oder zumindest viele) nicht-Informatik-Lehrer müssten dann halt eingestehen, dass die Schüler in Sachen Web (oder sogar Recherche) überlegen sind. Ich denke damit haben viele Lehrschwächlinge ein Problem. 

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