Home arrow Fulda von oben
Tag der deutschen Kleinheit II PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ronald Woelfel   
Donnerstag, 05 Oktober 2006

Im FuldaBlog (www.fuldablogger.de) ist heute von einer Gedenkverunstaltung für den Nazionalfeiertag im Bürgerhaus Mittelkalbach zu lesen.

Der Junge Union Kreisverband Fulda "hat mit der Jungen Union Kalbach dazu Gerhard Möller als Redner gewinnen können."
Ob es der Haupt- oder eher nur ein Trostpreis war, ist daraus nicht ersichtlich. 

Dem linientreuen Blogger (Zitat) "haben die persönlichen Erfahrungen von Gerhard Möller in den Jahren der Wiedervereinigung gefallen". Na,
wenn dieser Satz keine Pluspunkte einbringt. Er nutzte die Gelegenheit auch auf den Schurken- bzw. "Unrechtsstaat" DDR hinzuweisen. 

Im Wortlaut war zu lesen:  "Nachdenklich stimmt mich dabei, dass viele die Nachfolger des SED Regimes, das mit Sicherheit noch im Kern der neuen Linken Partei - PDS - zu finden ist, aktiv unterstützen."

 

Natürlich ist es naheliegend, dass es dem Autor nicht gefällt, wenn jemand etwas anderes als CDU wählt. Schließlich sitzt er für diese Partei im Kreistag. Aber wer so einfach PDS mit SED gleichsetzt, muss sich auch den entsprechenden naheliegenden Analogien aus der Geschichte der BRD stellen (s.u.). 

Weiter stand geschrieben: "Auch bei uns in Fulda, haben die Erben der SED, Unterstützer gefunden."

Den Namen der Linken.Offenen Liste getraute er sich dabei doch nicht zu nennen. Denn schon am Namen wäre erkennbar, dass es sich um eine Liste, bzw. um eine Wählergemeinschaft handelt. Im Unterschied zur Partei, in der Vorbeter das Denken, bzw. die Linie vorschreiben, muss in Wählergemeinschaften nicht nachgebetet, sondern selbst gedacht werden.
In anderen Worten: Es gibt keine landes- oder bundespolitischen Zwangsjacken, die Linke.Offene Liste ist keineswegs mit der PDS gleichzusetzen. 

Einfaches Weltbild

Doch wer Wörter wie Schurken- bzw. Unrechtsstaat inflationär ge- und schon fast verbraucht, dem fehlt nicht selten ein differenziertes Weltbild. Für ein Parteimitglied ist dieses auch eher störend, denn das Nachsprechen der von den Leittieren vorgegebenen Leitsätze genügt vollkommen.

Versucht man die "Eigenschaften" eines Staates in einen Satz zusammenzufassen, ist es plötzlich ganz offensichtlich, dass der Irak ein demokratischer Staat ist. Die Wirklichkeit ist also komplexer. Das sieht man auch, wenn man sich die Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren, (in Wikipedia) ansieht.

Für Westdeutschland sind immerhin 49 Personen gelistet sind, von denen 23 in der CDU oder CSU tätig waren. Darunter sind z.B. Namen wie Kurt Georg Kiesinger, Karl Carstens (SA), Hans Filbinger (SA) und Hanns-Martin Schleyer (SS).

Klar, ein Unrecht wiegt das andere nicht auf. Aber wenn ein "Unrechtsstaat" an den Nachfolger eines anderen fällt, der nicht unwesentlich von NSDAP Führungspersonen mit aufgebaut wurde, ist noch lange nichts gut.

Gustav Heinemann: "Wer auf andere mit dem ausgestreckten Zeigefinger zeigt, der deutet mit drei Fingern seiner Hand auf sich selbst."

 

Kommentar(e)
fuldablogger.de
Geschrieben von Gast am 2006-10-05 15:22:09
Hallo Ronald, 
 
wie ich sehe hast du den Tag der Deutschen Einheit nicht gefeiert. Ich kann dir versichern es war ein Hauptpreis Gerhard Möller reden zu hören. Da du leider nicht anwesend warst (das nächste Mal einfach mal bei den JU Terminen vorbeischauen ;) ) kannst du es glaube ich nicht beurteilen, denn außer den interessierten Anwesenden war niemand an diesem Morgen im Bürgerhaus in Mittelkalbach zu finden. Auch Vertreter der Presse nicht die dich informieren hätten können. 
 
Amüsant finde ich, dass gerade du mich als "linientreuen" Blogger hinstellst. Da wir ja schon öfter auch Mailkontakt hatten solltest du ein anderes Bild von mir haben. Lies mal was bei Wikipedia über Linientreue steht: http://de.wikipedia.org/wiki/Linientreue ;-) und frag mal deinen Parteikollegen Lukas Larbig, wie ich bei dem Studiengebührenantrag abgestimmt habe (war offen per Handheben). 
 
Wir leben in einer Demokratie (zum Glück kann man nur sagen - wenn man sich wirklich mal Hohenschönhausen angeschaut und die Zeitzeugen gehört hat) und somit hat jeder die freie Wahl zu wählen wen er möchte.  
 
Das ich denke die CDU ist für unsere Region die richtige Wahl stimmt meiner Meinung nach auch. Sonst würde ich mich nicht in der Partei engagieren oder Mitglied sein. 
Dass unsere Region gut regiert wurde in der Vergangenheit und auch in der aktuellen Zeit regiert wird, kannst du beispielsweise an der Aussage von Matthias Horx (http://www.horx.com) sehen, der den Landkreis Fulda zu einer der Power-Regionen Deutschlands zählt. 
 
Ich stehe ja dazu, dass ich in der CDU Mitglied bin und eine bestimmte Meinung habe, das solltest du mir auch zugestehen. Du hast sie ja anscheinend auch und schreibst wenn es um die Union geht ja in einem leicht saloppen Ton. Den verzeih ich dir aber ;) 
 
Ich habe die SED und PDS gleichgestellt, da meiner Meinung nach die PDS den Weg noch nicht zu einer Erneuerung gegangen ist. Das wurde durch meinen Besuch im September in Hohenschönhausen und in der Diskussion mit Zeitzeugen, die das Unrecht am eigenen Leib auch noch kurz vor der Maueröffnung erlebt haben, bestätigt. 
Es war die DieLinke.PDS die beispielsweise wollte, dass der Gedenkstein innerhalb des Stasi Gefängnisses verallgemeinert werden sollte und nicht den kommunistischen Terror, den die SED durchgeführt hat, als Mahnung eingemeißelt bekommen hat. 
Vielleicht solltest du mal über meinen Vorschlag (http://www.fuldablogger.de/fuldablogger/politik/drei-tage-in-berlin-ii.html) den ich hier mal laut gedacht habe, einen Ausflug mit deinen Parteifreunden von DieLinke.Offene Liste nach Hohenschönhausen durchzuführen, nachdenken und in einer der nächsten Parteisitzungen diesen einbringen. In der Zeitzeugenbörse der Gedenkstätte findet ihr sicher auch gute Diskussionspartner http://www.stiftung-hsh.de/document.php?cat_id=CAT_224&special=0 
 
Dass man nicht unbedingt mit den SED Nachfolgern gemeinsame Sache machen muss um linke Politik zu machen, kann man doch in Berlin am ehesten sehen (im September als ich dort war hingen da noch die Wahlplakate der WASG (http://www.wasg-berlin.de). 
Die Linke heißt in Berlin übrigens DIE Linke.PDS (http://www.pds-berlin.de) und in Hessen finde ich auch nichts von offenen Listen bei der Landespartei (http://www.pds-hessen.de). Das scheint ein ganz normaler Landesverband der Bundespartei zu sein. 
 
Wenn ihr unabhängige Politik machen wollt, warum macht ihr sie dann unter dem Deckmantel von DieLinke.Wasauchimmerhiersteht  
 
Seid ihr alle keine Mitglieder der Linkspartei? Dann verstehe ich deine Aufgeregtheit - aber nicht warum du dich dann angegriffen fühlst, da du ja dann kein Parteimitglied bist. 
Falls ihr aber eingetreten seid, dann akzeptiert ihr doch auch das Programm der Partei. 
 
In der CDU ist es garantiert nicht so, dass nur von oben diktiert wird. Das kann man beispielsweise hier sehen: http://www.cdu-basis.de 
Bei der Zwangszusammenlegung der WASG mit DieLinke.wasauchimmerhiersteht war das teilweise doch ein wenig anders. Da wurde schon von oben nach unten durchbefohlen. wie denkst du darüber? Ist die Berliner WASG mittlerweile eigentlich zwangseingegliedert worden? 
 
Dass du mir weltbildliche Scheuklappen anhängst, finde ich dann doch eher dreist. Was war die DDR denn, wenn nicht ein Unrechtsstaat. Erkläre es mir bitte. 
 
Wenn ich wirklich kein differenziertes Weltbild hätte, so wie du es schreibst, dann wäre ich ein glücklicher Windows Nutzer und hätte von Linux noch nie etwas gehört, würde Fuldaer Zeitung lesen und Osthessen-News.de wäre irgendsowas komisches im Internet und wir beide hätten nie Kontakt zu einander aufgenommen. 
 
Besten Gruß 
Christian
Hi Christian,
Geschrieben von bgruen am 2006-10-05 21:53:40
über das "linientreu" und diverse andere Polemiken in dem Beitrag will ich nicht streiten, verstehe und schätze Dein Engagement sehr - sowohl für die Partei Deiner Wahl (besser als nix zu tun und nur zu klagen) als auch für GNU/Linux und gegen die Softwarepatente. 
Aber einen ganz wichtigen Punkt hast Du wirklich in Deinem gerechten Zorn über die parteipolitischen Gegner Deiner Wahl völlig ignoriert. Und das möchte ich bitteschön hier noch einmal klarstellen: Weder Ronny noch ich noch andere mehr oder weniger aktive Unterstützer der LINKEN.Offenen Liste in Fulda sind Mitglied irgendeiner Partei. 
Was wir akzeptiert haben, war das Programm der Linken.Offenen Liste in Fulda für den Kommunalwahlkampf. Dass dies auch Mitglieder der PDS und WASG, des DGB und des Ubuntu-Chors getan haben, bedeutet nicht, dass die Wählergemeinschaft nun einfach ein anderer Firmenname der PDS sei. Sondern dass es einen kleinsten gemeinsamen Nenner gab.  
Folglich gibt es auch keine "Parteigenossen" etc. Ob die DDR nun zu Recht oder zu Unrecht als "Unrechtsstaat" tituliert werden sollte, stand auch nicht zur Debatte. Vielmehr - nach meinem Verständnis - die Frage, ob es legitim ist, mit solchen Freund-Feind-Schablonen, orientiert an einer auch noch nur unterstellten Parteizugehörigkeit, zu operieren. 
Es sei nochmal an das Heinemann-Zitat erinnert. Wenn ich z.B. emotional sehr betroffen Eindrücke des Nazi-Regimes zu verarbeiten habe, kocht in mir auch die Wut hoch, wie da die Geschichte eines Unrechtsstaates "aufgearbeitet" wurde und in welchen Positionen sich welche Leute wiederfanden.  
 
Aufrechnen ist blöde - aber manchmal unausweichlich, um zumindest aufzuzeigen, dass es nicht nur eine gute und eine böse Seite gibt.  
Nicht alles an der DDR war schrecklich - und nicht alles hier in Fulda ist wunderbar.  
 
Mit den Verbrechen der Stasi und der Stalinisten gleich ganze Gedankengebäude zu zertrümmern, die nichts, aber auch gar nichts mit der DDR zu tun haben, bloß weil die DDR-Führung sich des zugehörigen Vokabulars bediente, das ist m.E. kein Zeichen von politisch differenzierendem Denken.  
 
Geschichtsverständnis ohne gerechten Zorn ist Dummfasel, deshalb habe ich Respekt vor Deiner Entrüstung über das, was möglich war. Ich bitte nur, von der etwas sehr selbstgefälligen Haltung: "hier war und ist alles gut" etwas abzurücken. Sie zu überdenken, anstatt unüberlegt Menschen anzuprangern, deren Gedanken Du nicht wirklich kennst, weil sie in keinem Pateiprogramm stehen.  
Aber dafür gibts ja Blogs :) 
Grüße 
Barbara
Ein Gedanke dazu
Geschrieben von Gast am 2006-10-06 10:55:16
ich tue mich auch schwer, mit den durchaus plakativen Begriffen. 
 
Aber manchmal hilft es auch : 
Für mich immer wieder erstaunlich, wie die CDU (West) die Blockflöten der CDU (Ost) aufgenommen hat. 
Wie schnell die assimiliert wurden, wie schnell sie in Amt und Würden kamen, wie wenig das Blockflötendasein untersucht wurde. 
Oder waren diese Blockflöten nicht so schrill wie die anderen Blockflöten ? 
 
Oft schmeissen Leute mit Steinen, die eigentlich wissen, dass man im Glashaus vorsichtig sein sollte, sonst grinst ein Marinerichter Filbinger frech durchs Glas und zuckt zusammen mit anderen Stahlhelmern die Arm zum Gruss. 
 
Gruss Frank
fuldablogger.de - @Barbara
Geschrieben von Gast am 2006-10-06 13:32:53
Hallo Barbara, 
 
ich streite mich auch nicht über Polemiken ;) Ich fand es nur etwas komisch das gerade Ronald in seinem Beitrag gerade mir das unterstellt. 
 
Vielen Dank für das Erhöhen meines Informationsstandes bezüglich der Nichtparteizugehörigkeit von Ronald und dir. 
Im Auftreten der von Die Linke.Offene Liste kommt das nicht rüber und hier (http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Kontaktseite), hier (http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Die_LINKE.Offene_Liste) und hier (http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Die_Linkspartei) steht für den interessierten Leser etwas anderes. 
 
Deshalb kann ich es leider nicht verstehen, warum ihr dann nicht als freie Wählergemeinschaft wie beispielsweise die CWE antretet um kommunale Politik zu machen. 
 
Warum unterstützt ihr, da ihr keine Parteigenossen seid, indirekt die PDS? Warum bietet ihr eine Plattform? 
 
 
 
BG:..."Was wir akzeptiert haben, war das Programm der Linken.Offenen Liste in Fulda für den Kommunalwahlkampf. Dass dies auch Mitglieder der PDS und WASG, des DGB und des Ubuntu-Chors  
getan haben, bedeutet nicht, dass die Wählergemeinschaft nun einfach ein anderer Firmenname der PDS sei. Sondern dass es einen kleinsten gemeinsamen Nenner gab..." 
 
Ich habe geschrieben: "...Nachdenklich stimmt mich dabei, dass viele die Nachfolger des SED Regimes, das mit Sicherheit noch im Kern der neuen Linken Partei - PDS - zu finden ist, aktiv unterstützen. Auch bei uns in Fulda, haben die Erben der SED, Unterstützer gefunden..." 
 
 
Wenn es so ist wie du es in deinem Kommentar gerade erklärt hast, dann stimmt doch das was ich geschrieben habe. Ihr seid doch Unterstützer der Erben der SED - DieLinke.PDS oder DieLinke.wasauchimmerhiersteht.  
Darauf bauen meiner Meinung nach aber die Parteistrategen der PDS, denn es geht ja darum die SED Nachfolger gerade in Westdeutschland attraktiver für die Bürger zu machen. 
 
Offene Liste Fulda - ohne die SED Nachfolger im Namen - das wäre meiner Meinung nach besser gewesen. 
 
http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Die_Linkspartei 
 
Vielleicht solltet ihr einfach mal im Wiki irgendwo aufführen, wer Angehöriger der Wählergemeinschaft oder Parteigenosse ist. Lukas Larbig spricht wohl im Kreistag als linker Parteigenosse und Ronald schreibt im FuldaEcho als offener Listenanhänger. 
 
Ein wenig mehr Transparenz wäre diesbezüglich wünschenswert. 
 
 
Wann würde solch eine Unterstützung aufhören? Wo würde der kleinste gemeinsame Nenner enden? 
 
Wie würdest du reagieren, wenn DieLinke.PDS die dominierende Kraft in Deutschland werden würde und Parteistrategen in Berlin irgendwann mal denken:"...DDR das war doch gar nicht so schlimm...wir sollten das wieder so machen...Wir sollten zum Wohle des Deutschen Volkes das System verändern." 
 
So haben Anfang der 30 Jahre des letzten Jahrhunderts auch andere mal darüber nachgedacht und wurden auch von Nichtparteimitgliedern unterstützt. Was daraus geworden ist kann jeder in den Geschichtsbüchern lesen. 
 
Ich hoffe dass dieser Fall nie eintreten wird. 
 
Nebenbei bemerkt: " Die DDR und das System was mit ihr herrschend war sollte mehr im Geschichtsunterricht der Schulen in Erscheinung treten. Ein Blick auf beide Deutsche Diktaturen des vergangen Jahrhunderts kann die Parallelen Entwicklungen bestimmt gut aufzeigen. 
 
 
 
BG: "...Folglich gibt es auch keine "Parteigenossen" etc. Ob die DDR nun zu Recht oder zu Unrecht als "Unrechtsstaat" tituliert werden sollte, stand auch nicht zur Debatte..." 
 
Ihr seid teilweise also keine Parteigenossen - Lukas Larbig schon laut eurem Wiki. In meinem Weblog Beitrag auf den Ronald sich bezogen hat, stand das mit dem Unrechtsstaat sehr Wohl zur Debatte. 
 
 
 
BG:"...Vielmehr - nach meinem Verständnis - die Frage, ob es legitim ist, mit solchen Freund-Feind-Schablonen, orientiert an einer auch noch nur unterstellten Parteizugehörigkeit, zu operieren..." 
 
Dazu kann ich nur sagen, dass ich die Parteizugehörigkeit durch euer Auftreten in der Öffentlichkeit vermutet habe, wie auch aus meinem Posting hervorgeht. 
 
Bei deinem Hinweis zu Freund-Feind-Schablonen kann ich nur Quellen aus eurem Eigenen Wiki angeben. Die Inhalte sprechen für sich 
 
http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=CDU_Kreistagsfraktion 
 
Ein wenig mehr Sachlichkeit im Hinblick auf die Bildunterschriften in eurem Wiki wäre fair auch gegenüber dem politischen Gegner. Die Dateibezeichnung des Bildes steht für sich http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Bild:Eieipartei.jpg 
 
Bezüglich der unterstellten Parteizugehörigkeit - entschuldigung liegt an der mangelnden Transparenz in euerm Wiki ;) 
 
 
 
BG:"...Es sei noch mal an das Heinemann-Zitat erinnert..." 
 
Das Heinemann Zitat stimmt. Ihr solltet es euch auch noch einmal genau durchlesen. Es trifft genauso auf eure Einstellung zu, die ihr bspw. Gerhard Möller entgegenbringt. 
 
Wo wir bei Zitaten sind:  
 
Walter Ulbricht: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. (15. Juni 1961, zwei Monate vor dem Mauerbau) - Voller Wortlaut, s. Annamarie Doherr" (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Ulbricht) 
 
Er hat ja auch keine Mauer gebaut sondern einen antikapitalistischen Schutzwall zum Wohle und Schutz der Bevölkerung die zu großen Teilen den ("Unrecht-")Staat verlassen wollten. 
 
 
 
BG: "...Nicht alles an der DDR war schrecklich..." 
 
Das will ich gar nicht bestreiten. Beispielsweise wird bei Kinderbetreuung und Krankenversorgung einiges ja wieder von uns übernommen. Menschen neigen nun mal aber dazu nur das positive in Erinnerung zu behalten und Negatives oft zu verdrängen. 
 
 
 
BG:"Mit den Verbrechen der Stasi und der Stalinisten gleich ganze Gedankengebäude zu zertrümmern, die nichts, aber auch gar nichts mit der DDR zu tun haben, bloß weil die DDR-Führung sich des zugehörigen Vokabulars bediente, das ist m.E. kein Zeichen von politisch differenzierendem Denken." 
 
Ich habe nichts zertrümmert. Ich habe auch kein Problem mit eueren Gedankengebäuden. Dafür haben wir ein demokratisches System. 
 
Ich habe darauf hingewiesen, dass meiner Meinung nach ein Umdenken innerhalb der SED Nachfolgepartei PDS in Bereichen noch nicht eingesetzt hat. Das die DDR ein Unrechtstaat war ist meine Meinung. Du darfst gerne eine andere haben. Wir leben ja zum Glück in einer Demokratie, wo man nicht für freie Meinungsäußerung mal kurz für  
Jahre oder Jahrzehnte weggeschlossen wird. 
 
Stell dir einfach mal vor nach dem 2. Weltkrieg wäre eine Partei angetreten die sich PDN.wasauchimmerhiersteht genannt hätte. Meinst du sie hätte Unterstützer und Wähler gefunden?  
Aus meiner heutigen Sicht zurückblickend vermute ich - ja. 
 
 
 
BG:"... Ich bitte nur, von der etwas sehr selbstgefälligen Haltung: "hier war und ist alles gut" etwas abzurücken. Sie zu überdenken, anstatt unüberlegt Menschen anzuprangern, deren Gedanken Du nicht wirklich kennst, weil sie in keinem Parteiprogramm stehen..." 
 
Ich habe auf den Zukunftsforscher Matthias Horx hingewiesen. Dieser hat den Landkreis Fulda zu den Power-Regionen Deutschlands gezählt. Irgendwas muss da doch richtig gemacht worden sein, damit so etwas möglich ist. 
Klar ein Grund war bestimmt auch das wir vom Zonenrandgebiet in die Mitte Deutschlands  
gekommen sind durch das Ende der DDR. Aber hier haben zur richtigen Zeit einige Leute richtige Entscheidungen getroffen. Das muss auch von politischen Gegnern fairerweise akzeptiert werden können.  
Auch wenn sie eine eingeschränkte Sichtweise auf manchen Politiker (http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Alfred_Dregger) haben. Ihr könntet beispielsweise mal ergänzen, dass ohne Alfred Dregger nie ein ICE Halt in Fulda entstanden wäre.  
 
Kein ICE halt keine günstige Verkehrsinfrastruktur - weniger Investitionen und Attraktivität als Wirtschaftsstandort 
 
Garantiert hätte sich die Region anders entwickelt wenn der ICE um Fulda herumgefahren wäre, wie es damals die SPD gewünscht hätte. 
Ob wir dann je als Power-Region innerhalb Deutschlands bezeichnet worden wären? 
 
Den Ball mit der "selbstgefälligen Haltung" spiele ich dir mal zurück. Ich habe sie nicht - aber wenn ich Pressemitteilungen von euch lese und das Wiki anschaue, dann bleibt bei mir im Hinterkopf "hier war und ist alles schlecht" . 
Ich finde nicht viele positive Einträge bei euch die auch das was unsere Region erreicht hat mal hervorheben. Das bitte ich auch mal zu überdenken. 
 
Das du meine Meinung als unüberlegte Anprangerung niedermachst ist deine freie Interpretation.  
 
Eure Anschauung sollte wohl diese sein - http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Kommunalwahlprogramm - oder?  
Zumindest ist das euer kleinster gemeinsamer Nenner. 
 
 
 
BG:"... - und nicht alles hier in Fulda ist wunderbar..." 
 
Stillstand ist Rückschritt - von daher kann ich dir Zustimmen in der Form das man Probleme erkennen und bestmöglich lösen muss. Wie die Lösung dann aussieht, kann dann natürlich von Lösungsansatz zu Lösungsansatz anders aussehen. 
 
 
 
 
BG:"...Aber dafür gibt’s ja Blogs :)..." 
 
 
Stimmt :) 
 
Gruß 
Christian 
 
 
fuldablogger.de - @Frank
Geschrieben von Gast am 2006-10-06 13:37:14
Hallo Frank, 
 
bleiben wir kurz mal hier bei uns im Kommunalen, denn darauf legen Ronald und Barbara ja großen Wert, denn sie unterstützen ja nur das kommunale Programm das sie mit Linkspartei auf einen gemeinsamen Nenner gebracht hat. 
 
Mein "plakativer Begriff" bei dem war dann wohl dieser: 
 
"Auch bei uns in Fulda, haben die Erben der SED, Unterstützer gefunden." 
 
Wenn man sich das von Ronald installierte MediaWiki und das von ihm und Barbara von Zeit zu Zeit produzierte Blatt "FuldaEcho" ansieht, dann haben die Erben der SED, denn das ist die PDS, in dieser Form Unterstützer gefunden. 
 
Die fehlende Transparenz, die im Wiki nicht trennt zwischen Bürgern der offenen Liste und Parteimitgliedern der PDS hat wohl einige meiner Zeilen im oberen Kommentar beeinflusst. 
Diese Intransparenz kann man ja leicht beheben ;) 
 
Aber was reden wir über Parteien, DieLinke.OffeneListe ist ja eine Wählergruppierung, wie wir noch einmal lesen konnten. Mit ein wenig mehr Transparenz sieht man dann auch vielleicht die Parteigenossen die auf Landestagen oder Bundesversammlungen der Mutterpartei PDS auftreten und sich der Wählergemeinschaft angeschlossen haben. 
 
Als Politiker habe ich das Problem, dass man nicht immer weiß wen man bei DieLinke.OffeneListe vor sich hat. Vielleicht geht es dir auch so. Oder bist du auch im Wiki der Linken zu finden? 
 
 
Mit Glashäusern ist es immer so eine Sache. Ich bin mir bewusst, dass die CDU auch die Ost-CDU eingegliedert hat und das dort bestimmt auch einige "Kandidaten" abgelehnt hätten werden müssen. 
Dass die Menschen keine Lust mehr auf die Einheitspartei hatten hat man bei den ersten wirklichen freien Wahlen in der DDR sehen können, da dort ein Nicht-SED/PDS Lager die Mehrheit erringen konnte. 
 
Ich denke man muss ein wenig differenzieren zwischen einer Partei die sich für andere geöffnet hat und einer Partei die sich nur einen neuen Anstrich und ein neues Logo gegeben hat. Bei der aber, wie ich schon geschrieben habe, vermutlich im harten Kern Altgenossen der - zum Glück - vergangenen DDR hinterher weinen. 
 
Nach meiner Kenntnis haben sich die Erben der SED noch nie dafür entschuldigt, dass z.B. 
 
- sie Millionen von Bürgern Jahrzehntelang eingesperrt haben (oder wie es bei einem SEDler wohl heissen würde: "Hinter einem antikapitalistischen Schutzwall behütet haben") 
- so viele Menschen unschuldig an der Mauer gestorben sind 
- so viele Menschen unschuldig jahrelang hinter verschlossenen Türen eingesperrt und Denunziation und Folter ausgeliefert waren 
 
 
Besten Gruß 
Christian 
Verwirrt
Geschrieben von Gast am 2006-10-06 14:22:17
Ich kann mir vorstellen, dass Christian etwas verwirrt ist und mangelnde Transparenz vorwirft, entsprechen doch die Vorgänge um Die LINKE.Offene Liste so gar nicht seinem vorgefaßten und vermeindlich bestätigten Weltbild ;-) 
 
Ne Menge gäbe es zu sagen zu oben Geschriebenen. Hier nur mal soviel: www.fuldawiki.de; dort finden sich auf dem Artikel Linkspartei z.B. die Aktiven der Linkspartei in Fulda. Lukas und Mike sollten wirklich ihre Vergangenheit aufarbeiten und überprüfen. Zur Not müßte das eben die CDU übernehmen. 
 
Lukas ist 21 Jahre alt und war war 1989 vier 
Mike ist 23 und , demnach 1989 sechs 
 
hmmm sehr bedenklich.. Kicher 
 
apropos Kicher, Christian moniert die Bildunterschrift eines eines CDU Abgeordneten, der sich während der Kreistagssitzung das Faltblatt der CDU zur Wahl mit den Fotos der Kandidaten zum Kreistag anschaut. Die Bildunterschrift: "eieiei wer ist in meiner Partei"  
Christian fordert: 
"Ein wenig mehr Sachlichkeit im Hinblick auf die Bildunterschriften in eurem Wiki wäre fair auch gegenüber dem politischen Gegner" 
 
vielleicht ist ihm noch gar nicht aufgefallen, dass er selbst Texte im Fuldawiki ändern kann - auch anonym. Er hätte auch auf der Diskussionsseite darauf hinweisen können.  
Aber auch das paßt ja vielleicht nicht ins Weltbild, dass Die Linke.Offene Liste ihre Homepage zur jedemanns/fraus Bearbeitung freigegeben hat. 
 
Ich würd mich freuen, wenn Christian ne andere witzige Bildunterschrift findet. Oder das Foto abspeichert und mit neuem Namen wieder hochschickt, viel ist möglich. 
 
Karin WikiSysop ;-)
Unrechtsstaat
Geschrieben von Ronald am 2006-10-06 14:56:46
Hallo Christian, 
 
leider habe ich gerade nicht viel Zeit, ich antworte natürlich noch ausführlich. Aber die Sache mit dem Unrechtsstaat ist mir wichtig. Ich hatte ja schon anhand des "demokratischen Staates Irak" gezeigt, dass es sehr schwierig ist, die Realität auf ein Wort zu reduzieren. 
 
Die Welt ist einfach komplexer, als "good guys and bad guys". Benutzt man Wörter wie Schurken- oder Unrechtsstaat, so reduziert man die Welt auf weiß (gut) und schwarz (böse). Die Realität ist aber auch nicht mit Halbtonmuster, Graustufen oder Farben zu erklären, die Welt ist 3D und Truecolor. Außerdem vergisst Du eine weitere Dimension, nämlich die Zeit. Ab welchen Zeitpunkt war sie denn ein "Unrechtsstaat"? Schon immer? 
 
Du hast geschrieben: 
"Was war die DDR denn, wenn nicht ein Unrechtsstaat?" 
 
Du weisst Osthessen-News darauf hin, dass wenn sie ihnen unbekannte Begriffe verwenden diese doch besser in Wikipedia nachsehen. Warum tust Du das nicht selbst? Auch hier kommt mir wieder der Heinemann Zeigefinger in den Sinn. 
 
Das Völkerrecht kennt keine Beurteilung eines Staates als Unrechtsstaat. Die Problematik des Begriffs Unrechtsstaat wurde in bundesdeutschen Fachkreisen angesprochen: "Wer kein Rechtsstaat ist, braucht deswegen allerdings noch kein Unrechtsstaat zu sein" (Horst Sendler in: Neue Justiz 45 (1991)). Herausgegeben wird die "Neue Justiz" von den Präsidenten der Rechtsanwaltskammern der fünf neuen Bundesländern sowie der Justizsenatorin von Berlin". 
spontane Antworten auf Christians Fragen
Geschrieben von bgruen am 2006-10-06 15:34:58
CS: Wie würdest du reagieren, wenn DieLinke.PDS die dominierende Kraft in Deutschland werden würde und Parteistrategen in Berlin irgendwann mal denken:"...DDR das war doch gar nicht so schlimm...wir sollten das wieder so machen...Wir sollten zum Wohle des Deutschen Volkes das System verändern." 
 
Ich würde es zunächst zweifellos begrüßen, da im Hinblick auf Parteien z. Zt. ich von keiner anderen eine grundlegende Ände 
rung in Richtung auf eine sozialere, gerechtere und freiere Gesellschaft zu erwarten habe. Aber ich würde diese Entwicklung 
natürlich genauso misstrauisch beäugen und ggf. mit meinen bescheidenen Mitteln bekämpfen, wenn ich erkennen muss, dass da 
s, was da als das "Wohl des Volkes" verkauft wird, der gleiche Mumpitz ist wie jetzt schon oder ein schlimmerer. 
 
CS: Stell dir einfach mal vor nach dem 2. Weltkrieg wäre eine Partei angetreten die sich PDN.wasauchimmerhiersteht genannt hätte. Meinst du sie hätte Unterstützer und Wähler gefunden? 
Aus meiner heutigen Sicht zurückblickend vermute ich - ja. 
 
Was Ronny, ich und Frank mit seinem wundervollen Glshaus offenbar noch nicht deutlich genug andeuteten: die PDN.wasauchimme 
r ist angetreten, hat Unterstützer und Wähler gefunden, die alten Bosse sind - bis auf wenige Ausnahmen - geblieben oder in 
die USA exportiert zwecks Kommunistenbekämpfung.... statt PDN hieß sie damals und heute eben CDU bzw CSU. 
Und der ICE ist nun wahrlich kein Argument für Dregger. Das legt die von Hitler gebauten Autobahn-Assoziationen verdammt nahe, nee, also wirklich. 
 
Und Dein Ärger über das Fulda Wiki - da hat Karin schon drauf hingewiesen: Du kannst da alles ändern, was Dir nicht passt. 
 
Grüße 
Barbara 
 
Christian, bleiben wir beim kommunalen..
Geschrieben von Gast am 2006-10-06 17:23:10
haben sich eigentlich die Blockflöten entschuldigt ? 
 
Ich sehe die DieLinke.OffeneListe (ich bin kein Mitglied, eigentlich auch nur teilweise sympathisant) als eine interessante Alternative zu den Etablierten (SPD,CDU,FDP,Grüne), die mir schon etwas träge scheinen in Fulda. 
 
Auf die einzelen Punkte (ICE-Halt, Esperanto usw) will ich nicht weiter eingehen. Da kann man sich im Einzelnen gut streiten. 
(schliesslich ist Fulda auch Süd-West-Ost Knotenpunkt, und die Neubautrasse so recht kurz von Kassel aus). 
 
Ich selber bin in Kassel aufgewachsen. Dort hatte die SPD 40 Jahre lang die "Verantwortung". Was in Kassel der "rote Filz" war/ist, ist in Fulda der "schwarze Filz". 
Den Bürgern in Kassel hat es irgendwann gereicht und die Genossen wurde weggejagt. OK, Levandowski von der CDU wurde dann auch später weggewählt. 
Wir in Fulda verdanken den sturen Nordhessen ja auch BM Dr. Dippel, den sie einfach nicht in den Bundestag wählen wollten. 
 
Wenn eine Seite zu lang, zu sicher, zu satuiert in Folge an der Macht/in Verantwortung bleibt, schleifen sich Verhaltensweisen ein, die im einfachen Fall noch mit Ignoranz zu beschreiben sind. 
Denken wir nur an den einen persönl. Referenten von Dr. Hamberger, der strunzbesoffen einen Polizisten in die Klöten getreten hat, nachdem er versucht hat Auto zu fahren in einer Parklücke (!), einen Wagen dabei demolierte und einen Nachbarn, der Eigentümer des demolierten Wagens, beleidigt hat (der Nachbar rief dann die Polizei). Sogar die Bildzeitung brachte das. 
Und ?  
In anderen Ecken hätte man ihn beseite geschafft, aus der Feuerlinie genommen und kommunal versetzt/versorgt (vielleicht im bayerischen...) Nicht so in Fulda, es wurden gar Positionen neu erfunden... 
 
Vielleicht ist es das, dass auch immer mehr Bürger politikverachtend macht. 
SPD -> Sozialdezernentin Stolterfoht aus Kassel "versorgt" nach Abwahl beim Paritätischen Wohlfahtsverband 
CDU -> Dr. Dippel als Controller dort "versorgt" als es mit dem Bundestagsmandant nicht so recht klappte ? 
Die Liste liesse sich fortsetzen, ich denke das glaubst du mir.... 
 
Wie auch immer, dass sind aus meiner Sicht Belege dafür, dass das aufgebrochen gehört durch Transparenz. 
Es gibt Verhaltenweisen (Projektgesellschaft Fulda Galerie, ProCommunitas, Klinikum AGg usw.), die schon eine gewisse Art der Intransparenz haben, so auch beim Uniplatz fühlen sich manche nicht genug informiert, sie fanden es intransparent. Und dagegen wurde etwas unternommen. "wer nichts zu verbergen hat", "getroffene Hunde bellen" usw. 
Ich fand und finde das klasse und ehrlich gesagt dringend nötig. Sozusagen "brutalstmöglich aufgeklärt". 
 
Ich sehen darin nichts verwerfliches. 
 
Perönlich fand ich die WASG spannend, die haben nicht viel mit der PDS zu tun, manche fühlen sich auch "zwangsvereinigt", OK, etwas wo die Alt-KPD-Genossen der SED/PDS ja Übung haben. 
 
Ich denke, und hoffe, "unsere" lokale DieLinke.OffeneListe hat damit nichts zu tun (die Leute, die ich kenne, würde ich auch nicht so einschätzen). 
Ich sehen das FuldaEcho auch nicht Medium für die PDS/SED. FE ist eine Alternative zur ParzellerPresse. 
Wenn der Spiegel z.B. die Frankfurter Rundschau als "Sturmblatt des hessischen Bembelsozialismus" tituliert, so finde ich die FZ als "Jubel- und Hofpresse des hiesigen Lokalchauvinismus". 
Da tut FE gut, auch die osthessen-news, auch die FuldaerFreiheit sogar :P 
 
Gruss Frank 
Fulda ist Klasse, machen wir es besser.
Zustimmung
Geschrieben von Gast am 2006-10-06 18:28:38
besondere Freude überkommt mich, dass noch ein paar Leute von dieser Bildzeitungsgeschichte wisssen *g* seit Jahr und Tag bin ich auf der Suche nach ner Fotokopie, damals hatte ich die Original Bildzeitung gesehen ;-) Obwohl schäbig wäre es schon die Sache aus der Schublade zu holen und großartig publik zu machen. Aber wichtig für die Einschätzung, warum es in Fulda so läuft, wie es läuft ist es schon. 
 
Ich bin ständig dabei, die Strukturen zu begreifen, und kann Frank nur zustimmen, es sind besonders auch die Seilschaften, die sich entwicken, die eine Gesellschaft undemokratisch machen, ob schwarzer Filz in Fulda, Spd Filz in Kassel oder eben auch der SED Filz. In Fulda biedert sich die SPD derzeit auch noch mächtig an, in den schwarzen Filz einzusteigen.
Dieser Kommentar steht schon bei Christi
Geschrieben von Gast am 2006-10-07 09:43:08
Lieber Christian, 
von den 2,3 Millionen SED-Mitgliedern traten nach der Wende 95 % aus der Partei aus und wurden NICHT Mitglied der PDS. Dafür fanden viele der ehemaligen SEDler eine neue Heimat in anderen Parteien, u.a. auch in der CDU. 80 % der heutigen Abgeordneten der CDU in den neuen Bundesländern gehörten vorher schon der Ost-CDU - praktisch einer Unterorganisation der SED - an. Ähnliches gilt für die mittlere Parteielite der CDU im Osten (die Zahlen stammen von Sozial- und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolf Wagner von der FH Erfurt). 
Von den heute etwa bundesweit 61000 Mitgliedern der Linkspartei haben über die Hälfte nie etwas mit DDR und SED zu tun gehabt. Im Sommer 07 beabsichtigen die Linkspartei und die WASG eine neue gemeinsame Partei zu gründen: Von den 12000 Mitgliedern der WASG hat so gut wie niemand etwas mit der ehemaligen SED zu tun. Wenn es also eine neue Partei gibt, wird sich der prozentuale Anteil der ehemaligen SED-Mitglieder in dieser Partei nochmals verringern. 
Zu den 54 Abgeordneten der LINKEN im Bundestag ist zu sagen: Über 60 % der Abgeordneten stammen aus Westdeutschland und hatten mit DDR und SED nichts zu tun. Und von den Abgeordneten der Linkspartei im Bundestag aus dem Osten hatte ebenfalls ein Viertel nichts mit der SED zu tun (weil z.B. einige Ost-Abgeordnete erst Mitte 20 - 30 Jahre alt sind und bei der Wende Kinder oder Jugendliche waren). Können Sie eine solche Bilanz auch über Abgeordnete der CDU ziehen? 
Zur Situation in Fulda: Sowohl von den Mitgliedern der Kreisverbände Fulda der Linkspartei als auch der WASG hatte niemand etwas mit der SED zu tun. Das trifft auch auf die Mitglieder der LINKEN.Offenen Liste zu (einem Zusammenschluss der beiden Parteien und noch weiteren parteiunabhängigen Mitgliedern zur Kommunalwahl im März 2006). Die zwei Abgeordneten der LINKEN.Offenen Liste: Im Kreistag Lukas Larbig, Mitglied der Linkspartei, 21 Jahre alt - mit DDR und SED hatte Herr Larbig wirklich noch nie etwas zu tun. Ebenso unser Abgeordneter im Stadtparlament Günter Maul. Herr Maul ist ein alter "Trätzhofer" und Mitglied der WASG. Seine Motivation, im Stadtparlament mitzuarbeiten, liegt in seiner sehr sozialen und solidarischen Denkweise begründet und hat vielmehr mit seinem Engagement als Betriebsrat und Gewerkschafter zu tun.  
Bevor Sie also Mitglieder unserer beider Parteien verunglimpfen, sollten Sie sich bitte erst mal in der CDU schlau machen, wer sich aus welchen Organisationen nach der Wende Ihrer Partei angeschlossen hat und welche Positionen diese Leute vertreten. 
Bettina Licht (Kreisvorstand der Partei Arbeit und soziale Gerechtigkeit - die Wahlalternative WASG) 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können  
Angebot an Christian Schäfer
Geschrieben von Ronald am 2006-10-07 11:01:27
Hallo Christian, 
 
Du hast gemutmasst, ich hätte die MediaWiki-Installation für das FuldaWiki vorgenommen. Vollkommen falsch. Wie kommst Du drauf? Die technische Kompetenz ist nicht überall so miserabel wie bei der CDU (ich erinnere nicht ungern an die Sicherheitslücke der CDU Fulda Webseiten: 
http://www.beautifulda.de/bf/content/view/24/1/ 

 
Tatsache ist: als ich zur Linken.Offenen Liste gestoßen bin, war das MediaWiki schon vorhanden. Im übrigen habe ich auch nichts mit der Administration des Servers zu tun, stünde aber dafür natürlich gerne bereit. 
 
Ich weise darauf hin, dass Du es geschafft hast, mir in wenigen Sätzen zwei falsche Tatsachen unterzuschieben (Parteizugehörigkeit und angebliche Mediawikiinstallation).  
 
> Wenn man sich das von Ronald installierte MediaWiki 
> und das von ihm und Barbara von Zeit zu Zeit  
> produzierte Blatt "FuldaEcho" ansieht, dann haben  
> die Erben der SED, denn das ist die PDS, in dieser  
> Form Unterstützer gefunden.  
 
Ich muss zugeben, ich kenne gar keine Parteiprogramme. Aber ich habe auch den Eindruck, dass ich mich dadurch mit verschiedenen Themen vorbehaltsloser auseinandersetzen kann. 
Was das Fulda Echo betrifft, so ist das so ähnlich zu sehen, wie das Fulda Wiki. Barbara und ich fordern ja oft zum Mitmachen auf, das gilt auch für Dich: wenn Du also einen Bericht zu Hohenschönhausen schreiben möchtest, dann nur zu. Um dem Zensurvorwurf vorzubeugen, schreibe ihn in Dein Blog und er wird im Fulda Echo (notfalls gekürzt) aber mit Verweis auf die ungekürzte Originalquelle veröffentlicht. 
Gruß 
Ronald
Berlin Fahrt
Geschrieben von Gast am 2006-10-07 20:04:08
Von uns waren ja auch Leute vor zwei Wochen auf diesen Bundestagsfahrten u.a. Hohenschönhausen. 
 
Bettinas Bericht ist hier zu lesen: www.fuldawiki.de im Suchfeld einfach -Berlin- eingeben 
Karin
Überschrift oben vermurxt
Geschrieben von Gast am 2006-10-08 09:56:43
Die Überschrift über meinen Beitrag oben sollte lauten: Dieser Kommentar steht schon bei Christians Beitrag im fuldablogger http://www.fuldablogger.de/fuldablogger/politik/drei-tage-in-berlin-ii.html 
Grüße von Bettina Licht (Kreisvorstand der WASG Fulda) 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
fuldablogger.de - Antworten und Quellen
Geschrieben von Gast am 2006-10-09 12:22:17
@Barbara 
Hallo Barbara, vielen Dank für die Antworten. Ich respektiere deine Meinung. Du wirst aber hoffentlich auch respektieren und verstehen, dass ich eine andere habe ;) 
 
 
@Frank 
Hallo Frank, Danke für deine kurze Vorstellung. Mittlerweile bin ich ein immer wiederkehrender Leser deiner Internetseite ;) Ich denke damit sind wir uns einig: "Fulda ist Klasse, machen wir es besser." Das kann ich absolut unterstützen, sofern du nicht nur die Stadt sondern auch den Landkreis im Hinterkopf hast. 
 
 
@Ronald 
 
Ich habe auf Basis deiner Mahnenden Worte eine kleine Internetrecherche durchgeführt. Ich weiß selber, dass nicht alles schwarz oder weiß sondern grau ist. Das sollten sich andere die hier geschrieben haben aber auch einmal vor Augen führen. 
 
Die DDR war ein Machtstaat (siehe Machtstaat bei Wissen.de
Da die Einheitspartei SED die Kontrolle über Legislative, Exekutive und Judikative auf sich alleine vereinigt hat, konnte sie ihre Macht durch Gesetze, die beispielsweise die Meinungsfreiheit, Reisefreiheit und andere uns ganz selbstverständliche Dinge, die eine Demokratie haben sollte, einschränken. 
Wenn dann auf Basis dieser Gesetzte Richter Urteile gefällt haben, die Menschen wegen dem Drang nach Freiheit zu einer Verurteilung wegen Republikflucht ins Gefängnis gebracht haben, dann ist das aus Sicht eines Richters rechtens.  
Ein Mensch der wegen dem Drang nach Freiheit eingesperrt wurde, würde das eher schon als Unrecht sehen. 
Der Volksmund spricht dann normalerweise von einem "Unrechtsstaat". Wie die DDR zu sehen ist, kann jeder für sich selbst entscheiden (siehe Leseempfehlungen unten). 
 
Bezüglich meiner IT Einschätzung scheine ich wohl dich als universellen Experten alleine herausgestellt zu haben. Ich achte die technische Leistung, die von anderen Verantwortlichen durchgeführt wurde. 
 
Meine zwei Sätze bezüglich dir und Barbara  
 
>Wenn man sich das von Ronald installierte MediaWiki  
> und das von ihm und Barbara von Zeit zu Zeit  
> produzierte Blatt "FuldaEcho" ansieht, dann haben  
> die Erben der SED, denn das ist die PDS, in dieser  
> Form Unterstützer gefunden.  
 
ziehe ich hiermit zurück, da du ja mich gerade auf meine Fehlannahme diesbezüglich aufmerksam gemacht hast. Die bisherigen Artikel des FuldaEchos haben die Vermutung zeitweise aufkommen lassen. Gerne nehme ich dein Angebot auf einen Artikel über Hohenschönhausen zu schreiben war sobald ich wieder ein wenig Zeit finde. Ich werde sogar versuchen ihn der gesamten Fuldaer Medienlandschaft zur Verfügung zu stellen. 
 
Falls du dein Angebot im FuldaEcho Artikel zu veröffentlichen noch nicht allen anderen Parteien der Stadt Fulda gemacht hast, solltest du das tun. Ich denke Interesse könnte dort schon vorhanden sein. 
 
 
@Karin 
 
Hallo Karin, ich finde es interessant dass du mein Weltbild so genau kennst.  
 
Das Wissen, die Berechtigungen zur Pflege eures Wikis herauszufinden, solltest du mir schon zuerkennen. Du wirst aber verstehen, dass ich davon Abstand nehme und genommen habe in eurem Wählergemeinschaftswiki, das vieles aus einer einfarbigen Brille sieht, zur inhaltlichen Pflege beizutragen. Andere können das gerne machen. Vielleicht wird dann alles ein wenig "grauer". Eine sachliche Bildunterschrift bekommt ihr sonst doch auch immer hin (z.B. http://www.fulda-vogelsberg.de/fuldawiki/index.php?title=Bild:Turnhalle1mini.jpg) 
 
Wo ich aber nun ein wenig irritiert reagiere ist deine Feststellung ich hätte irgendwo gefordert, dass die Personen Lukas und Mike ihre Vergangenheit aufarbeiten und überprüfen sollen. Die Intelligenz zu sehen, dass sie wegen ihrem Alter wohl kaum selber aktiv an Schießbefehlen an der Mauer beteiligt waren, solltest du mir schon zuerkennen. 
 
Wo habe ich das geschrieben? Ich habe gerade noch mal meine Texte durchgelesen. Ich habe von der Aufarbeitung durch die PDS als Partei geschrieben (siehe dazu auch meine Leseempfehlungen weiter unten) 
 
Sehr bedenklich finde ich aber, dass du mir dieses unterstellst und andere das dann als mein Geschriebenes aufnehmen. 
 
 
@Bettina 
 
Liebe Bettina, ich habe nirgends geschrieben, dass Personen aus dem Fuldaer Land mit der SED zu tun hatten. Ich habe angemerkt, dass es Mitglieder der PDS, deren Basis die alte SED war, auch in Fulda gibt. 
Meine Meinung über die Übername der Ost-CDU habe ich oben schon beschrieben. 
 
Die linke Politik der WASG oder anderer Unterstützer respektiere ich. Falls Sie das überlesen haben. Ich kann nur nicht verstehen dass die WASG sich mit der PDS verbündet. Aber in einem Land mit freier Meinung und freiem Willen darf man das natürlich. Wobei der Umgang bei diesem Zusammenschluss mit der WASG Berlin schon interessant ist. 
 
Wenn sie das dann als Verunglimpfung darstellen, ist das meiner Meinung nach übertrieben. 
 
Ich habe angemerkt, dass nicht ersichtlich ist, wer bei der Wählergemeinschaft Dielinke.OffeneListe Mitglied einer Partei (DieLinke.PDS oder WASG) ist und wer als Nicht-Partei-Mitglied auf der Liste steht (wie ich in der Diskussion erfahren habe wird ein Schwerpunkt darauf gelegt eine unabhängige Liste zu sein). 
Vielen Dank das sie mir auch noch die Information über Herrn Maul gegeben haben, dass war hier (WASG im FuldaWiki) nicht ersichtlich. 
 
Ich schließe mal aus, dass keine Absprache bestanden hat, dass Karin mir den oben beschriebenen Sachverhalt unterstellt, damit Sie mit der Moralkeule auf mich einschlagen können. 
 
 
 
*** 
 
 
Abschließend möchte ich ein paar interessante Ergebnisse meiner Internetrecherche hier teilen und einige Leseempfehlungen geben.  
Jeder Interessierte kann sich dann ein eigenes Bild machen. 
Bezüglich meines differenzierten Weltbildes sei auf alle Leseempfehlungen verwiesen ;-) : 
 
 
Die leichte Last der Vergangenheit - Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte durch die PDS 
 
von Stefan Meining (Mitarbeiter der Forschungsstelle für deutsch-jüdische Zeitgeschichte an der Universität der Bundeswehr, München) auf extremismus.com  
Direktlink http://www.extremismus.com/texte/pdsddr.htm 
 
Der 55. Jahrestag Dr. Friedrich Wolff, Stolzenhagen  
Rede auf Sozialisten.de 
 
 
Robert Allertz: Die Linke und das MfS www.mfs-insider.de/Presse/Linke.htm 
 
Christian v. Ditfurth "Ostalgie oder linke Alternative. Meine Reise durch die PDS" (Kiepenheuer & Witsch, 1998) 
www.cditfurth.de/pds.htm 
Das Buch kann in unterschiedlichen Formaten gelesen werden. Wem das zu Mühselig ist, der kann sich die Rezensionen) anschauen. 
 
 
 
Bestimmt gibt es noch mehr zu finden im Internet. Zeitzeugen und weitere Leseempfehlungen gibt es bestimmt ebenfalls. Der Interessierte kann sich dann ein eigenes Bild davon machen ob die PDS (die Partei!!!) ihre Vergangenheit aufgearbeitet hat. 
 
Zum Abschluss meiner Kommentare in diesem Beitrag noch kurz noch zum Schluss: 
Ich werde die FuldaWiki Seite in OstHessenWeb.de aufnehmen. Soweit zu meinem beschränkten Weltbild ;) 
Weitere Seiten können gerne gemeldet werden. Soweit sie nicht gegen aktuelle Gesetzte verstossen, werde ich sie dann auch ggf. freischalten. 
 
mfg 
Christian
Kommunal fatal
Geschrieben von Gast am 2006-10-09 14:05:29
@Christian 
 
schade, dass Du die Bldunterschrift "Ei,ei ei - wer ist in meiner Partei" kritisierst, aber keinen anderen Vorschlag nennen magst. Ich werde es nicht ändern. jeder, der ne bessere Idee hat kann es dort selbst ändern. Der das Foto gemacht hat, hat sich die Unterschrift überlegt, weil er meint, es müsse mehr Humor ins Spiel.  
 
Vonwegen Untertellung, mag sein, dass ich Dir unrecht getan habe, aber wenn Du immer so drauf rumreitest, wer wohl von der Linken.Offenen Liste in welche Schublade gehört, muss man halt mal klarmachen wer in Fulda für die Linkspartei steht.  
 
Dass Du nicht gefunden hast, wo der Stadtverordnete Günter Maul hingehört, liegt vielleicht etwas an der Unübersichtlichkeit von wikies, aber dass er WASG Mitglied ist, findet sich schon von Anfang an auf seiner Seite. Seine Seite ist z.B. über den Artikel Kandidaten aufzurufen. Diese Seite bietet auch einen guten Überblick über die Motivationen der anderen Kandidaten. 
 
Ansonsten Absprachen über Diskussion hier gibt es keine, jede/r schreibt spontan, wie er/sie eben reagieren mag. Allerdings habe ich Bettina eingeladen, weil sie ja eben auch gerade auf dieser Berlin-Parlamentsfahrt war. 
 
Und noch eins, ich finde wir sollten als Kommunalpolitiker zwar nicht die "große Politik" vergessen, aber vorallem uns um regionale Themen kümmern. Ein Thema ist hier z.B. diese Salzeinleitungen von Kali und Salz Neuhof. Zu recht haben damals die gesellschaftlichen Kräfte im Westen die DDR wegen der Salzeinleitungen in die Werra kritisiert und heute läßt man Kali und Salz (West) gewähren. Es geht hier um die Sache und da muss man ohne Scheuklappen auch den Kalikonzern (West) kritisieren. Über eine inhaltliche Diskussion dazu durch verschiedene politisch ausgerichtete Menschen würde ich mich z.b sehr freuen. 
 
Es grüßt freundlichst 
Karin 
admin www.fuldawiki.de

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.

Powered by AkoComment 2.0!

 


 

 
< zurück   weiter >