Woides wunderbare Welt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Barbara Grün   
Sonntag, 02 Juli 2006

Und wieder einmal beglückt uns die FZ mit Pressemitteilungen , die in letzter Konsequenz nur Eines besagen: Wir leben hier in Fulda in der besten aller Welten. 1603 Hilfeempfänger konnten in reguläre Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden, und keiner lobt das Amt für Arbeit & Soziales, beklagt unser Landrat. Nun ja, am 15.3.2006 fand im Bonifatiushaus eine Veranstaltung mit dem Thema "Ein Jahr Optionskommune" statt, auf der die hervorragenden Vermittlungsergebnisse hinterfragt wurden (Pressemitteilung der Linken.Offenen Liste ). Der Leiter des Amtes gestand dort ohne Umschweife ein, dass 60% der Vermittelten weiterhin Leistungen vom Amt beziehen, da sie lediglich in prekäre Jobs vermittelt wurden, deren Einkünfte nicht zur Bestreitung des Lebensunterhaltes  ausreichen.

Mag Fulda im Benchmarking der Mangelverwaltung auch noch so schön da stehen - für die Hartz IV Betroffenen, seien sie nun erfolgreich in einen Mini-Job vermittelt oder nicht, stellt sich das wirkliche Leben sicher anders dar. Vielleicht sollte die Hamburger Beratungsfirma mit ihrer Stärken-Schwächen-Analyse nicht beim Amt, sondern bei den potenziellen Arbeitgebern ansetzen? Und zwar ausnahmsweise einmal nicht unter dem Aspekt der Kostenoptimierung, sondern unter umgekehrten Vorzeichen: Wo kann die Wirtschaft einmal ausnahmsweise den Menschen dienen und nicht umgekehrt? Undenkbar, leider.

 

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