DSL in Bernhards-Woide will Telekom zwingen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ronald Woelfel   
Donnerstag, 30 November 2006

Auf Fulda Info steht seit heute morgen ein Artikel über die Initiative Pro DSL-Bernhards. Leider ist erst auf dem zweiten Blick zu erkennen, dass es sich bei dem Kasten im Text (Info Box) nicht um Werbung, sondern um die E-Mail und Webadresse handelt. Deshalb sei hier noch einmal daraufhingewiesen: die URL lautet:

http://www.dsl-bernhards.dl.am/

Die sehr interessante Korrespondenz der Initiative, z.B. mit OB Möller, dem Ortsbeirat und der Telekom ist dort ebenfalls zu finden. Im ersten Brief an OB Möller wird der britische Ex-Außenminister Robin  Cook mit

"Bildung ist kein Luxus, sie ist, was die Gesellschaft sich schuldig ist"
zitiert. Ob der Hinweis auf den drohenden digital divide vor Ort von hiesigen Kommunalpolitikern verstanden wird, darf allerdings bezweifelt werden. Andererseits ist die Initiative vielleicht genau der richtige Weg um auf diese Problematik hinzuweisen.

Allerdings wird zwar engagiert auf die eigene Internet-Unterversorgung hingewiesen, aber die Ursachen, nämlich die Privatisierung der Telekom, an keiner Stelle erwähnt.

Kann und will Woide den Kapitalismus (be-)zwingen?

In einem entsprechenden Artikel der Fuldaer Zeitung wird Landrat Woide folgendermaßen zitiert:

"Aber wir haben keine Handhabe, nur der Kunde kann die Telekom zwingen, indem Unterschriften gesammelt werden".

Die Wahrnehmung dieses Landrats war bereits einmal in diesem Blog, nämlich in "Woides wunderbare Welt" Thema. Doch mit diesem Satz hat er der Politiker endgültig bewiesen, dass er eine wundersam verklärte Wahrnehmung der Realität in diesem Lande besitzt.

Aber die FZ brachte das sehr schön auf dem Punkt und macht damit Woides Aussagen geradezu lächerlich und grotesk. Sie zitierte einfach den Telekom Pressesprecher mit "Es wird nur dort ausgebaut, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist. (...)"

Was kann man da noch hinzufügen... 

 

Links:

 

Kommentar(e)
jetzt mal ehrlich...
Geschrieben von Gast am 2006-12-01 14:53:55
es macht keinen Sinn auch das letzte Kuhkaff mit Kabel für DSL teuer anzubinden. 
Freifunk, FunkWANs, sind da ein wirtschaftliche Alternative. Anbidning dann via Richtfunkt an die Netze, wenn auch ein brauchbares Netz zu weit weg ist. Klar, gar so schnell wie eine 16er DSL Anbindung kann das nicht sein. Und auch diese Übertragungsrate geht nicht überall direkt am Netz.  
Auch Satelliten-DSL kann eine Alternative sein. Downloads werden schnell sein, uploads halt übers Telefon langsam. Klar, dass ist teuer. 
FunkWans, Freifunk kann aber schneller sein als ISDN. Nur : da müssen halt alle mitmachen. Nur ein Gesundsheitsbesorgter (Oh, wie, harte Frequenzflanken ? Das ist doch besonders schädlich, fasst wie Mobilfunktelefone. Nee, da kann ich nicht mitmachen, dass verrägt meine Katze nicht...) kann sowas locker an der richtigen Stelle zum Scheitern bringen für eine Gemeinde. Naja, Pech gehabt dann. 
 
Man kann die Telekom nicht privatisieren, Aktien rausgeben und sich anschliessend wundern, dass die Telekom ihrem Besitzern gegenüber (den Aktionären) verpflichtet ist. Die Telekom ist eben seit geraumer Zeit eine AG. Der Ldkr. Fulda sowie die Einwohner der Stadt Fulda haben diesem Schwarz-Schillingschen Privatisierungskurs seit Jahren zugestimmt (CDU gewählt, ums deutlich zu sagen). 
Also, was soll das Gejammer ? Privatinitiative "Freiheit wagen" ist nun angesagt ;-D 
 
Vielleicht war es ein Fehler die Telekom zu privatisieren ?  
 
Aber die Kuh kriegen die Gemeinden nun nur selber vom Eis. Die Telekom, Arcor und Co werden sich zurückhalten. Und der liebe Landrat will ja, dass man es so handhabt. Also, zieht einfach aus dem Ldkr. weg. 
Euer Landrat will das so... 
 
Ich finde, wer aufs Land zieht, hat diesen Standort gewählt, inkls. der Nachteile. Wer es nicht gewählt hat, sondern vielleicht geerbt, sieht immer noch so grosse Vorteile da zu bleiben, dass DSL offensichtlich kein KO-Kriterium ist. Sonst würde man da nicht bleiben. 
 
Aber wenn man es selber bezahlt, ja, warum denn dann nicht ? 
 
Gruss Frank 
PS : Bildung ist eine hehrers Ziel. Das Internet lebt überwiegend von Shops, Sex und Unterhaltung. 
Die Reihenfolge ist übrigens : sex, sex, sex, unterhaltung, shopping, ..., bildung, selbsthifegruppen usw. Sag ich mal so...Und fragt nicht wieso sex, dass könnt ihr selber bei Heise herausfinden. Oder bei Google :-D mit der Trefferquote.
Lohnt sich nicht?
Geschrieben von Gast am 2006-12-02 20:26:43
Du hast mit dem folgendem Satz begonnen: 
 
> es macht keinen Sinn auch das letzte  
> Kuhkaff mit Kabel für DSL teuer anzubinden.  
 
Über diesen ersten Satz bin schon gestolpert. 
Mir ist nicht ganz klar, was Du damit sagen möchtest. 
Wenn Du damit meinst, es lohnt sich nicht für 
Telekom und Konsorten, dann stimme ich zu und  
sage das ja auf der Hand. 
 
Aber eine ganz andere Frage ist die, ob es gut ist für 
den Staat, die Stadt, der Volkswirtschaft etc. ist. 
Daran sind die Telekomaktionäre nämlich nicht wirklich 
interessiert. Dem Staat kann es (z.B.) aber nicht egal sein, wenn noch mehr junge Menschen aus den Dörfern in die Stadt ziehen. 
 
DSL ist - ich glaube das schätzt Du ähnlich ein - kein Modegag. D.h. die einmal verlegten Kabel nutzen sich nicht ab und werden zudem auch noch morgen und übermorgen gebraucht werden. Solch elementare Infrastruktur in die Hand der Privatwirtschaft 
zu legen, darin liegt das Grundübel. Ich wundere mich immer noch, dass dies von der Initiative nicht thematisiert wird. 
 
> Und der liebe Landrat will ja, dass man es so  
> handhabt. Also, zieht einfach aus dem Ldkr. weg.  
> Euer Landrat will das so...  
 
Da hast Du offenbar recht, denn Landrat Woide wohnt, Fulda Wiki zufolge, bei mir um die Ecke, nämlich in Neuenberg und hier kann er - wie ich auch - DSL 6000 bekommen. 
Das Internet lebt
Geschrieben von bgruen am 2006-12-02 22:54:08
"überwiegend von Shops, Sex und Unterhaltung.  
Die Reihenfolge ist übrigens : sex, sex, sex, unterhaltung, shopping, ..., bildung, selbsthifegruppen usw..." 
 
Nicht das Internet, nur jene, die von der Verwertung des Internets leben wollen. Und von Abmahnungen, Dialern etc... 
 
Das Internet lebt von Informationen, Links, Foren, Blogs, Beiträgen, der ganzen (noch) weitgehend unzensierbaren Informationsvielfalt. 
Leben hat nichts mit Geld und Konsum zu tun - weder im Internet noch (mit Einschränkungen) in real life. Dass es aber von der Mehrheit der Bevölkerung so "gelebt" und genutzt wird, hat durchaus seine Gründe und es stehen auch massive Interessen dahinter, dass dies so bleibt. Doch das ist wieder ein anderes Thema. Solange die Landbevölkerung ihrem Konsumzwang durch Fahrten in die Kauferlebnishallen der nächstbesten Stadt nachkommt, ist ja alles in Ordnung :( 
 
Noch kurz zum Thema Privatisierung, das muss an dieser Stelle auch unbedingt rein: Der ganze Spaß steht uns ja höchstwahrscheinlich auch mit der (so oft gescholtenen) Bahn vor. Und was das dann bedeutet für jene, die das Pech haben, an einer nicht lukrativen Strecke zu leben, liegt auf der Hand. http://www.bahn-fuer-alle.de 
Hinweis: Freitag nachmittag kann man sich vorm Bahnhof informieren, da werden von netten Leuten nette Flyer verteilt :) Weitersagen - weitergeben - mitmachen! 
 
oh je
Geschrieben von Gast am 2006-12-03 11:02:46
"Aber eine ganz andere Frage ist die, ob es gut ist für  
den Staat, die Stadt, der Volkswirtschaft etc. ist.  
Daran sind die Telekomaktionäre nämlich nicht wirklich  
interessiert. Dem Staat kann es (z.B.) aber nicht egal sein, wenn noch mehr junge Menschen aus den Dörfern in die Stadt ziehen. " 
 
Doch, dem Staat ist das derart ergal, dass es in Brandenburg und MeckPom sowie Teilen von Sachsen wieder wilde Wölfe gibt. 
Dem Staat ist das, pardon, scheissegal. Er hat "Landschaft" ohne Ende. 
Man redet inzwischen nicht nur von industriellen Kernen, sondern auch zivilisatorischen Kernen. Dazu gehört es sogar nicht mehr benötigte Infrastrutktur zurückzubauen, da die Unterhaltung/Erhaltung auf Dauer teurer ist als der Abriss. 
Aber : Warum soll es dem Staat eigentlich nicht egal sein ?  
 
"DSL ist - ich glaube das schätzt Du ähnlich ein - kein Modegag. D.h. die einmal verlegten Kabel nutzen sich nicht ab und werden zudem auch noch morgen und übermorgen gebraucht werden. Solch elementare Infrastruktur in die Hand der Privatwirtschaft  
zu legen, darin liegt das Grundübel. Ich wundere mich immer noch, dass dies von der Initiative nicht thematisiert wird. " 
 
Ja, DSL, bzw. die schnelle Datenübertragung ist kein Modegag. Aber : DSL ist nur _EIN_ Medium. Ich versuchte es anzudeuten : FreiFunk, Satelliten-Anbindung ist ebenso ein solche Möglichkeit.  
Ganze Dörfer könnten mit enstpr. HotSpots Ihre Situation verbessern. 
Aber : einer, nur einer, der das nicht will, reicht aus es zu stoppen. 
Ob die Privatisierung der Telekom AG richtig war, oder richtig ist, sei mal dahingestellt. Es ist eben zur Zeit so. Und eher werden die Bernhardser sich selbst einen Graben mit den Leitungen ziehen als das die Telekom verstaatlicht wird. 
 
"Da hast Du offenbar recht, denn Landrat Woide wohnt, Fulda Wiki zufolge, bei mir um die Ecke, nämlich in Neuenberg und hier kann er - wie ich auch - DSL 6000 bekommen. "  
Ja, Woide ist ein Nachbar von "uns" er wohnt in der Traufsteinstrasse sozusagen zwischen der FuldaGalerie und Neuenberg. 
Möller wurde halt OB, der jüngere Woide eben Landrat... Gerüchteweise wollte Woide auch nicht auf die Galerie ziehen wg. "zuviele Deutsche aus Russland". Das sind natürlich nur Gerüchte. Der Teil Wäldchen an der FuldaGalerie hatte übrigens auc lange Zeit kein DSL, sowie andere große Teile der FD-Galerie. 
Auch konnten andere nicht anbieten (Arcor). Satellitenschüsseln waren(ähem, sind) verboten. Man sollte das Breitbandkabel nutzen, welches aber damas seitens ieasy (heute gehören die "Unity Media", eine PE gesponserten Laden) gar keine Internet (via Kabelmodem) anbieten konnte. Geworben wurde aber : die Galerie sein komplett versorgt. Du siehst also, es ist nicht nur das Land, auch die Stadt. 
Aber : in den Prospekten stand das drin, und heute kann man. 
Die Prospekthaftung wäre interessant geworden. 
 
Die Bernhardser und co. können sich nur helfen, in dem sie die Sache der Telekommunikation selber in die Hand nehmen, mit allem was dazu gehört. Vom Landrat können sie weder Mittel erhoffen und bestenfalls sowas sie "moralische Stärkung" (die kostet nichts und kommt immer gut populär, aber am Ende ist das auch egal) bekommen. 
 
Gruss Frank
tja
Geschrieben von Gast am 2006-12-03 11:09:41
den Flyer hätte ich gern gesehen. Aber am Nachmittag arbeite ich noch. 
Naja. So wie ich das sehe ist die Bahnprivatisierung erstmal vom Tisch. Mehrdorn hat sich mit dem Berliner Bahnhof ein Millionenproblem eingebrockt. Mal sehen wie langer er noch Chef ist. 
 
PS : die Bahn hat bei Streichung eines Zuges mal eben den Preis im ICE-Jahresabo um fast 10% erhöht. 
Wie gesagt : bei schlechteren Service. 
 
Wann fährt endlich Connex auf der Strecke ? 
 
Ich brauch eine schnelle Anbindung an FFm. Ich brauch dazu nicht den nationalen Prestigezug ICE, ICE-2, ICE-T oder wie die Dinger heissen. Ich brauche einen schnellen (mehr als 160 ist auf der Strecke eh nicht drin), komfortablen, sauberen und vor allem pünktlichen Zug, mit ausreichend Platz. 
Ich will das "Schweizer Modell". 
 
Gruss Frank
Verweis der Dsikussion auf: http://www.d
Geschrieben von Gast am 2006-12-05 08:09:44
Eine weiterführende Diskussion findet auf http://www.dsl-bernhards.dl.am/ statt. 
 
Gruß 
 
F.S.
Gepflogenheiten
Geschrieben von Ronald am 2006-12-05 10:53:31
Ich hatte gesehen, dass der Aufruf, zur 
"weiterführenden Diskussion" auch bei www.fuldablogger.de 
eingestellt wurde. 
 
Der Beitrag im dsl-bernhards.dl.am Forum, um den es geht,  
heisst dort allerdings fälschlicherweise "Antwort auf die  
Diskussion im Fulda Blog". Das ist in mehrfacher Hinsicht  
falsch, denn der Autor meinte Fuldablogger (das Fulda Blog  
gibts übrigens auch noch), doch die Passagen auf die er sich  
bezog standen in diesem Blog (BeautiFulda).  
 
Darüber hinaus hat der Autor auch nichts zitiert, deshalb  
ist es für Aussenstehende noch schwerer nachzuvollziehen  
worum es geht. Darum meine Bitte: Entweder richtig und gut  
zu zitieren oder wenigstens einen Link angeben, wo das  
Originalposting nachzulesen ist. 
 
Aber gerade wenn das Abgeben von Kommentaren keiner Anmeldung 
bedarf (so ist es bei fast allen Fuldaer Blogs) sollte einfach  
auf "Kommentar verfassen" geklickt werden. 
 
DSL-Bernhards
Geschrieben von Gast am 2006-12-06 19:32:21
Sehr geehrte Teilnehmer von BeautiFulda, 
 
die Diskussion über die Politik und deren Auswirkungen, zum Guten wie zum Schlechten, bietet viel Platz für Diskussion und den Austausch von Meinungen. 
 
Aber bei jeder Diskussion sollte auf ein gewisses Maß an Anstand und Stil geachtet werden. Wer Teile der Stadt Fulda, und dazu gehört Bernhards, als Kuhkaff bezeichnet, disqualifiziert sich selbst durch Unwissenheit, schadet der ganzen Diskussion und verliert das eigentliche Thema aus dem Auge. 
 
Entsprechend meiner Meinung ist das Bild des rückständigen Dorfes nur noch ein Mythos und man sollte lieber ein Gespräch über die zunehmende Degenerierung der Städte führen. Wenn Deutschland so viele Unternehmer und Selbständige wie unser Dorf hätte, ein ebenso reiches Vereins- und Kulturleben, die Leute alle so bescheiden und fleißig wären, hätte unser Land weitaus weniger Probleme. Außerdem sollte man mal ehrlich aufzeigen, wo die Bürger mit Problemen wohnen, wo Problemviertel sind – dies ist sicherlich nicht auf dem Dorf. Und die Entscheidung, in einem Dorf zu leben, ist eine Entscheidung aus Liebe zur Gemeinschaft, der Heimat und zur Region. Und selbst unsere besten Poeten vermögen es nicht, solche hohen Gefühle auf Papier zu bringen. Aber all das zählt im Zeitalter der „Entwurzelten“ nicht mehr viel. 
 
Auch das Gerede über Konsumtempel lässt uns weitestgehend kalt, da die Werte bei uns noch nicht ganz aus den Fugen geraten sind, wie anderswo. Bei uns hat jeder die Chance, akzeptiert zu werden, unabhängig von Status und Besitz. Und wenn man nicht von der Luft und der Liebe lebt, ist es auch ab und zu nötig einzukaufen. Was hat dies mit einer Vollversorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen zu tun? Gar nichts!! 
 
Aber nochmals auf das Kuhkaff zurückzukommen. Diese wird es voraussichtlich Dank der hervorragenden Arbeit und Leistung der Politik in Zukunft in der Form nicht mehr geben. Damit meine ich die Bauern, die früher einen Ort prägten und nun alle durch Hilfe der Politik aufgeben müssen. Was isst man, wenn es keine Kuhkäffer mit Kuhzüchtern mehr gibt? Lecker genmanipuliertes Fleisch aus dem Ausland? Guten Appetit! Auch denke ich, dass mit Kuhkaff auf den Bildungsgrad der Einwohner in kleinen Orten angespielt wird. Mensch wacht endlich auf, Ihr lebt noch im Gestern und versperrt euch durch eure Vorurteile und Unbildung eine klare Sicht auf die Welt. Wir haben Bücher und wir können lesen. – Ihr auch? 
 
Aber genug provoziert. Dies sollen keine Anschuldigungen oder Vorwürfe sein, sondern Denkhilfen. Das einzige Problem, was hier in Fulda in Bezug auf die Versorgung mit DSL Auftritt, ist ein politisches – und hat nichts damit zu tun, wo man in Fulda wohnt. 
 
Grüße 
 
F.S. 
 
P.S. 
 
Wenn Ihr eine sinnvolle Diskussion wollt: Setzt doch einfach mal Spaßeshalber die Versorgung in Fulda mit DSL in Beziehung zur Bildung, in Beziehung zur Beschäftigungsquote von Frauen und Müttern, über welche die letzten Tage in der Fuldaer Zeitung so toll berichtet wird. Es gibt viele Interdependenzen – man muss nur den Willen haben, sie zu erkennen. DSL ist kein Allheilmittel, aber es ist ein Baustein in einer Kette, dessen Fehlen sich rigoros auf andere Bereiche des Lebens auswirkt. Wer sich berufen fühlt, sollte doch vielleicht diese These in einem Leserbrief an die FZ verarbeiten.
Denkhilfen angekommen
Geschrieben von bgruen am 2006-12-06 20:08:26
obwohl ich der Meinung bin, die beiden Reizwörter "Kuhkaff" und "Konsumtempel" haben offensichtlich das Verständnisses des Kontexts verstellt. Die Konsumkritik bezog sich auf den Satz "Bildung ist ein hehres Ziel. Das Internet lebt überwiegend von Shops, Sex und Unterhaltung". Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass der digital divide wohl erst dann die Politiker zum Handeln zwingen würde, wenn das Internet als "ökonomischer Faktor" zum Tragen käme. Keineswegs sollte damit behauptet werden, dass Bildung nur per DSL zu haben sei. "DSL ist kein Allheilmittel, aber es ist ein Baustein in einer Kette, dessen Fehlen sich rigoros auf andere Bereiche des Lebens auswirkt." Besser kann man es nicht ausdrücken! 
 
Wie allerdings der Grundtenor, nämlich die Unterstützung und Forderung nach flächendeckender Versorgung mit Telekommunikationsleistungen, durch dieses Nebengleis, auf dem nur erörtert wurde, ob man die Telekom zwingen kann oder zur Selbsthilfe greifen sollte, so offensichtlich missverständlich rüberkommen konnte, ist wirklich schade. 
 
Anyway: was können wir tun zur Lösung dieses politischen Problems? Parteien kontaktieren zwecks Anfrage? Leserbriefe an die FZ - nun ja. Ein Versuch wärs wert.

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